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Gedanken zur Begleithundeausbildung / Hundeführerschein
Warum eine Begleithundeausbildung / Hundeführerschein?
Dies ist eine Frage, die sich jeder Hundehalter irgendwann mal
gestellt und für sich beantwortet hat. Der Hundeführerschein oder eine
Begleithundeausbildung ist einfach unerlässlich für jeden Hundehalter.
Die Verantwortung der Umwelt und seinem Hund gegenüber macht es erforderlich
eine Basis zu schaffen, die ein vernünftiges Miteinander zulässt. Schauen
Sie sich einmal die Leute mit ihren Hunden beim täglichen Sparziergang an.
Einige werden von ihren Hunden an der Leine gezogen, wobei der Weg den sie dabei
nehmen mehr einem Slalom ähnelt. Andere nehmen ihren Hund erst gar nicht
die Leine. Die Tatsache, dass sich der Hund nicht abrufen lässt, wenn dieser
Passanten mit und auch ohne Hund belästigt, scheint manchen Halter überhaupt
nicht zu stören. Stattdessen ruft man seinem Gegenüber beruhigende
Worte zu, wie: Der tut doch nix oder der will nur spielen.
Solche, eigentlich noch harmlose Szenen, spielen sich Tag täglich in den
Parks und Freiflächen unserer Städte ab. Beobachtet man das Treiben
der Leute mit ihren Hunden einige Zeit später, kann von harmlos nicht mehr
die Rede sein. Muss es denn erst soweit kommen?
Weitere Themen sollten sein:
Wie erhalte ich die Aufmerksamkeit meines Hundes? Was ist die
richtige Motivationstechnik, beute- oder futterorientierte Arbeitsweise?
Es müssen die Vor- und Nachteile erarbeitet und erläutert werden. Die
richtige Leinenführtechnik. Didaktische Vorgehensweise zu Übungen wie „Sitz“ und „Platz“ aus
der Bewegung, dem „Vorsitz“ usw.
Über Hundeausbildung wurde schon viel
geschrieben. Vorgehensweisen beim täglichen Training. Man gibt Tipps zur
Umsetzung einzelner Übungen und auch Anleitungen zur Korrektur von
Fehlverhalten. Es ist phantastisch was man sich auf diesem Sektor alles hat
einfallen lassen. Aber eins ist klar, man suggeriert dem Leser ein
Nachschlagewerk in Händen zu halten, frei nach dem Motto „Was mache ich, wenn
...?“ Man neigt dazu, zu globalisieren. Das, was bei dem einem Hund
funktioniert, funktioniert auch bei jedem anderen. Das Individuum bleibt hierbei
aus und vor. Es folgt ein stupides Anwenden von Methoden, wo der Hund als
Versuchskaninchen fungiert. Entweder funktioniert es oder es funktioniert eben
nicht. Traurig!!!
Aber was ist nun zu tun? Was ist sinnvoll?
Es muss eine Strategie vermittelt werden, die zwar in der Ausführung
der Technik variieren kann, aber immer die gleiche Grundlage, eine Basis hat.
Damit kann man arbeiten, dass kann man verstehen. Eine solche Strategie nennt
man auch System. Ein System zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte
Ausbildung und hilft die alltäglichen Dinge im Umgang mit dem Hund
zu bewältigen.
Mit diesem guten theoretischen Rüstzeug kann man dann in
die Praxis angehen.
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Aufmerksamkeitstraining, das Wichtigste überhaupt.
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Dem Hund zeigen, was Sie von ihm wollen.
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Dem Hund zeigen was er tun soll und nicht was er nicht tun
soll.
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Die Aktionen Ihres Hundes richtig deuten.
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Dem Hund Bestätigung zum richtigen Zeitpunkt geben.
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Anwendung der richtigen Leinenführtechnik
-
Einsatz von entsprechender Körperdynamik zur Umsetzung von
Kommandos
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Das Ergebnis einer so aufgebauten Begleithundeausbildung wird
sein:
Sie verfügen über das theoretische und praktische
Fachwissen, um ihren Hund zu Erziehen und zu Führen.
Sie besitzen einen Hund, der frei von Fehl- und Problemverhalten
ist, der über eine sehr gute Grunderziehung verfügt, auf die man weitere
sportliche Aktivitäten aufbauen kann.
Quelle: Wolfgang Müller / Hundezentrum-West |