Augsburger Hundeschule

   

Die mobile Problem / Hundeschule in Augsburg

 
   

Welpenerziehung

 

Hier ein Kurzüberblick über die Entwicklungsphasen des Welpen:

 

01. bis 02.Woche

02. bis 03 Woche

04. bis 07.Woche

08. bis 12.Woche

12. bis 20.Woche

04. bis 06. Monat

05. bis 09. Monat

06. bis 18. Monat

ab dem 09. Monat

Geburtsphase

Übergangsphase

Prägephase

Angstphase

Ordnungsphase

Kauphase

Rudelphase

Pubertätsphase

gilt der Hund als Erwachsen

= Neulinge sind blind und taub

= Augen öffnen und erstmals hören

= Bewegen, Charakterprägung, Gewöhnung

= Verteidigung, Überreaktionen, Sozialisierung

= Rangordnung, Gruppenverhalten

= Schuhe werden zerkaut

= Rudelordnungskämpfe

= Konsequentes Training, Sexuell aktiv

 

 

Was versteht der Hundehalter unter Welpenerziehung?

Der Erstgedanke ist natürlich Sozialisierung. Am besten in einer der so genannten Welpenspielgruppen. Der Welpe soll mit gleichaltrigen  Artgenossen zusammen kommen, damit er lernt sich Seinesgleichen  gegenüber nicht  aggressiv zu verhalten. Aus diesem Grund lässt man ihn auch bei jeder Gelegenheit mit anderen Hunden zusammenkommen. Ob er will oder nicht. Dabei wird vergessen, dass Aggression zum natürlichen  Sozialverhalten eines Hundes dazugehört.

Der nächste Gedanke ist  der Wunsch nach einem ausgelasteten Hund. Wenn die Hunde in der „Spielgruppe“ mit sich beschäftigt sind, herumtollen und „spielen“ freut sich der Welpenbesitzer. Der Welpe ist danach so richtig schön müde und Sozialisierung war ja schließlich auch dabei.

Ein voller Erfolg!!  Wirklich ??? 

 

Info: Hunde „spielen“ nicht wirklich miteinander, sie etablieren ihre bis dahin erlernten Fertigkeiten.

Die Sozialisierung, d.h. die soziale Prägung des Hundes erfolgt in der achten bis zwölften Lebenswoche. In dieser Zeit sollte er mit seiner positiven und auch negativen Umwelt konfrontiert werden. Wir müssen ihm den Kontakt zu Menschen und den verschiedensten Umwelteinflüssen bieten. Sehr wichtig ist auch der Kontakt zu Artgenossen in dieser Zeit, damit er typische Verhaltensweisen ( Beißhemmung, Unterwerfungsgesten, usw.) erlernen kann.  Nur wenn er genügend Abwechselung und ein gesundes Maß an Stress geboten bekommen hat, kann er eine hohe Reizschwelle, genügend Selbstvertrauen und eine gesunde Einstellung seiner Umwelt gegenüber entwickeln.

  

Was ist daher beim Kontakt mit Artgenossen zu beachten?

Der Kontakt zu Artgenossen darf sich nicht der Kontrolle des Hundehalters entziehen, er darf in solchen Situationen kein teilnahmsloser Zuschauer sein.

 

Was soll ein Welpe von einem anderen Welpen in einer Welpenspielgruppe lernen?

Nichts, denn beide sind unbeschriebene Blätter. Sie machen unter Umständen aber die Erfahrung, dass sich körperlicher Einsatz gegenüber einem Schwächeren  lohnt. Der von Natur aus Schwächere flüchtet und entwickelt Angst. Der stärkere wird noch stärker und versucht seine Position weiter auszubauen.

 

Was ist daher beim Kontakt mit Artgenossen zu beachten?

Der Kontakt zu Artgenossen darf sich nicht der Kontrolle des Hundehalters entziehen, er darf in solchen Situationen kein teilnahmsloser Zuschauer sein.

 

Was passiert aber in den  Welpenspielgruppen? >  (unbedingt Weiterlesen!)

Ein Haufen von kleinen Hunden wird dort sich selbst überlassen. Frei nach dem Motto: Die machen das schon unter sich aus. Dabei verliert der Welpe völlig das Vertrauen zu seinem Halter, weil dieser hierbei außen vor steht. Er erwartet Führungsverhalten und Sicherheit von seinem Hundeführer und beides wird ihm nicht gegeben. Das Resultat, er entwickelt  Angst und Aggression. Wollen wir das? Aus unserer Problemhundearbeit ist bekannt, dass viele Problemfälle aus falsch geleiteten Welpenkursen erwachsen!

 

Was ist nun zu tun? Was sind Ihre Aufgaben bei der Erziehung Ihres Welpen?

  • Konfrontieren Sie Ihren Welpen mit positiven und negativen Umwelteinflüssen.

  • Nur kontrollierter Kontakt zu Artgenossen.

  • Sie müssen die Führung bei Ihrem Hund übernehmen.

  • Sie müssen ihm in jeder Situation Sicherheit geben können

  • Sie sind es, der dem Hund zeigen muss was er tun soll.

  • Der Hund macht keine Fehler. Aus Hundesicht ist alles richtig was er tut.

  • Es darf kein Meideverhalten entstehen.

  • Wenn wir mit dem nicht einverstanden sind was er tut, müssen wir in der Lage sein ihm zu zeigen was er statt dessen tun soll und nicht was er nicht tun soll.

 

Weiter:

Förderung des Meutetriebes.

Entwicklung von Aufmerksamkeit bei Ihrem Hund.

„Formales Training“, dem Lehren der Ausführungskommandos wie Sitz, Platz, Steh, usw.

Dies alles sollte Berücksichtigung in der Welpenerziehung finden. Also eine vernünftige Vorgehensweise zur positiven Einflussnahme auf die  Entwicklung des Hundes, damit er genügend Selbstvertrauen, eine hohe Reizschwelle und eine gesunde Einstellung zur Umwelt entwickeln kann.

Quelle: Wolfgang Müller, Hundezentrum-West

 
 

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